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Frderkreis Rettet die Elbe eV
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Volksbank Kehdingen EG-Balje, BLZ 200 697 86, Konto Nr. 4485 700

Pressemitteilung

Hamburg, den 17.11.2019

Hafenausbau Steinwerder Sd 

Die Hamburg Port Authority (HPA) plant, den Hafenbereich Steinwerder-Sd umzustrukturieren, wobei die Wasserflche des Oderhafens verfllt und auf Sturmflutniveau 8 Meter NHN aufgehht werden soll. Hiergegen erhebt der Frderkreis Rettet die Elbe eV Einwnde, die zum Stichtag 18.11.2019 der Behrde fr Wirtschaft, Verkehr und Innovation bersandt werden.

Der Frderkreis Rettet die Elbe eV hlt das Vorhaben fr nicht gerechtfertigt. Die aufwendigen Markterkundungen aus den Jahren 2010 und 2017 werden ignoriert, keine der darin entwickelten und hoch gelobten Ideen wird verwendet. Die frher ansssigen Hafenbetriebe haben das Gelnde gerumt, der Schrottexporteur EMR wird in Krze ausziehen. Es besteht also nicht Null-Bedarf, sondern sogar ein Negativ-Bedarf an der Flche.Auf Verdacht werden leere Parzellen im Hafen gebaut und angeboten, aber kein konkreter Interessent wird genannt, nicht einmal ein disruptives innovatives smartes Hafen-Pop-Up.

Die Lebendauer wird von uns grob geschtzt auf das Jahr 2100 terminiert. Bis dahin kann der Meeresspiegel um 1 Meter ansteigen, warnt das IPCC in einem Sonderbericht vom Oktober 2019, und noch schlimmer, wenn das 1,5C-Ziel nicht eingehalten wird. Durch die Elbvertiefungen hat sich das Tidegeschehen bereits radikalisiert, und dieser Prozess schreitet fort. Die jetzt gltige Bemessung zum Sturmflutschutz von 8,1 m NHN wird in der geschtzten Zeitspanne nicht ausreichen. Man sollte vorsorglich jegliche Bebauung im Marschland berdenken. Nachhaltig ist die traditionelle Form der Hafenentwicklung in Zeiten des Klimawandels nicht.

Die Schwere des Eingriffs wird im Plan unterschtzt. Der Verlust von 2 Hektar Wasserflche und damit tidewirksamen Flutraums gilt nur fr den vorbereitenden Zustand, im Endzustand werden weitere 7 Hektar mit dem Bau von Kaimauern beansprucht.

Das Material fr Aufhhung muss herbei geschafft werden, und zwar aus dem Projekt Kreetsand, wo ein altes Splfeld im Osten Wilhelmsburgs abgetragen und eine Bucht aus Flachwasser und Watt gebaut wird. HPA und alle Umweltverbnde, auch Rettet die Elbe, waren sich 2007 einig, das Vorhaben ohne umstndliches Planverfahren sofort zu beginnen. Stattdessen hat die Wirtschaftsbehrde es als Ausgleichsmanahme fr die Elbvertiefung gekapert. Das wurde vom Bundesverwaltungsgericht als "Etikettenschwindel" gebrandmarkt. Die Manahme wurde versptet begonnen und ist bis heute unvollendet. Insbesondere lagert ein betrchtlicher Teil des Aushubs noch auf dem Gelnde. Mit dem Material Flutraum zuzuschtten, widerspricht fundamental der sachlichen Absicht des Projekts und der Festlegung im Planfeststellungsbeschluss. HPA hintergeht berdies die Arbeit des Forum Tideelbe, denn wie will man angesichts des schlechten Vorbilds Anwohner von Dove Elbe und Alter Sderelbe berzeugen, diese Gewsser fr die Tide zu ffnen?

Alternativ schlgt der Frderkreis Rettet die Elbe eV vor, das Gebiet Steinwerder-Sd zu einem naturnahen Tide-Lebensraum zurck zu entwickeln, als "Trittstein" zwischen den Habitaten ober- und unterhalb des Hafens. Zwischen Elbbrcken und Mhlenberger Loch mssen Wasserorganismen heute eine lebensfeindliche Strecke berwinden. Ein Rastplatz Steinwerder-Sd ist sowohl von der Sder- als auch der Norderelbe zugnglich. Es wird ein besonders wertvoller Swasser-Tide-Lebensraum gewonnen, ohne die umliegenden Hafennutzungen zu beeintrchtigen.

zur Einwendung



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