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Altenwerder

Das Dorf Altenwerder lag auf einer Insel im Stromspaltungsgebiet an der Sderelbe und war etwa seit Mitte des 12. Jahrhunderts besiedelt. Der fruchtbare Marschboden und der Fischreichtum der Elbe gaben den meisten Familien eine gute Existenzgrundlage. Hinzu kamen alle mglichen Handwerker sowie in spterer Zeit viele Gewerke, die in jeglicher Form mit der Schifffahrt zu tun hatten (Bootsbauer, Segelmacher, Seilerei etc.) In den 50er Jahren erreichte die Einwohnerzahl mit ca. 2.500 ihren Hchststand. Heute steht nur noch die Kirche auf Altenwerder.
Altenwerder ca. 1960, von der Alten Sderelbe aus gesehen

Die Zerstrung Altenwerders

Bereits zu beginn des letzten Jahrhunderts hatte der Hamburger Senat Plne, den Hafen im Sderelberaum erweitern. Allerdings war dieses Gebiet um die alte Hamburger Exklave Moorburg herum preuisch, und Harburg und Altona ernst zu nehmende Konkurrenzhfen.
Nach dem 1. Weltkrieg fand der Hafenausbau zunchst nur auf Waltershof (nrdlich von Altenwerder) statt. 1929 wurden das Marschland und Neuenfelde zum Hafenerweiterungsgebiet erklrt. War das territoriale Gromachtstreben Hamburgs nur schleppend vorangekommen, so sorgten die Nationalsozialisten fr einen greren Rahmen mit dem Gro-Hamburg-Gesetz von 1937 fr die Einverleibung der Nachbarstdte Altona, Harburg-Wilhelmsburg und zahlreicher umliegender Drfer, darunter auch Altenwerder.

Hafenerweiterungsgesetz

Als 1961 das Hafenerweiterungsgesetz (ab 1981 Hafenentwicklungsgesetz) beschlossen wurde, nahm in Altenwerder kaum jemand die Bedrohung, Haus und Hof zu verlieren, ernst.
Das Gesetz ermchtigt die Hamburger Brgerschaft Flchen (Stadtteile wie z.B. Altenwerder und Moorburg) zu Hafenerweiterungsgebiete zu erklren.
Die Stadt Hamburg hat sich bereits im Vorwege einer rechtsgltigen Planung den Zugriff auf die privaten Grundstcke gesichert. Laut Gesetz besteht in diesen Gebieten eine Vernderungssperre, das heit: Grundstcke drfen nicht wesentlich verndert und nicht bebaut werden. Ebenso drfen weder bauliche Anlagen noch Betriebe errichtet oder verndert werden. Haus und Hof drfen nur an die Stadt Hamburg verkauft werden.

Die endgltige Rumung und Zerstrung Altenwerders

    1973
    beschlossen der Hamburger Senat und die Brgerschaft einstimmig in wenigen Minuten die Rumung des Dorfes, um 1985 einen neuen Containerterminal zu erffnen. Es wurde eine Umsiedlungsstelle eingerichtet, in der der Umsiedlungsbeauftragte mit den Mietern und Grundeigentmern unter Androhung der Enteignung verhandelte. Dies hinterlie ihre Spuren:
    1978
    wurden rund 180 Gebude, mehr als die Hlfte des Bestandes abgerissen. Bis 1989 waren nur noch 11 genutzte Gebude briggeblieben.
    1993
    wurde das Planfeststellungsverfahren erffnet. Rund 40 Bewohner und ca. 8.000 EinwenderInnen versuchten Altenwerder zu retten.
    1995
    wird von der Wirtschaftsbehrde (Strom- und Hafenbau) - die gleichzeitig Planungs-, Anhrungs- und Planfeststellungsbehrde ist - der Planfeststellungsbeschluss mit sofortiger Vollziehung erteilt.
    1996
    verfgt das Verwaltungsgericht Hamburg den Baustopp (zum Wortlaut des VG-Spruchs), der wenige Monate spter vom Oberverwaltungsgericht (OVG-Spruch, 300 kByte!) wieder aufgehoben wird.
    1997
    wird mit Beginn der Aufsplungen Altenwerder endgltig zerstrt.
    1998
    verlassen die letzten Bewohner Altenwerder.
Containerterminal Altenwerder 2003
Altenwerder in Zukunft

ber die 1995 eingereichten Klagen gegen die Hafenerweiterung, hat das Verwaltungsgericht bisher noch nicht entschieden.
Nach den Plnen der Hafenerweiterer soll das Nachbardorf Moorburg auch von der Landkarte verschwinden.

Hafenentwicklungsplan

 


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